Franz Wänninger

Rosen zum Träumen































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Ein Leben für die Rose
Franz Wänninger
Franz Waenninger_ein Leben für die Rose.pdf (1.5MB)
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Franz Wänninger
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Eine Rose entsteht!
Anni Berger
aktuelles eine rose entsteht.pdf (3.95MB)
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Neuzüchtungen
Franz Wänninger
Seite 22-23 Neuzuechtungen Franz Wänninger.pdf (218.81KB)
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Franz Wänninger
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Clematis zu öfter blühendenRambler-Rosen
Seite 16 Rambler und Clematis.pdf (1.39MB)
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Züchterleid und Züchterfreud
Der lange Weg zu einer neuen Rosenart
Seite 10 Ramblerzucht Franz Waenninger.pdf (704.75KB)
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Der lange Weg zu einer neuen Rosenart
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Eine neue Rose zeigt Ihre Blüten.












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Ramblerzucht
Ramblerzucht Franz Wänninger.pdf (773.45KB)
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Stecklingsvermehrung
Stecklingsvermehrung.pdf (481.15KB)
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Stecklingsvermehrung mit jungem Holz
Stecklingsvermehrung mit jungem holz.pdf (4.02MB)
Stecklingsvermehrung mit jungem Holz
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"Mengern" Winterhandveredelung
eine Art Rosenvermehrung, die im Januar sitzend im trockenen getan werden kann
Mengern Winterhandveredelung.pdf (1.53MB)
"Mengern" Winterhandveredelung
eine Art Rosenvermehrung, die im Januar sitzend im trockenen getan werden kann
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Meine Puppenküchen Gärtnerei


In einer Ecke unseres Gartens habe ich eine kleine Puppenküchen-Gärtnerei entstehen lassen, in der ich so schalten und walten kann wie ich es gerne möchte. Im Treibhaus, das in dieser Ecke steht, werden die Rosensamen der Mutterpflanzen ausgesät, die dort zum Teil ihren Platz haben. Andere Mutterpflanzen, die sich in Containern befinden, kommen nur zu bestimmten Zeiten ins TreibhausSämlinge in der zweiten Blüte im Treibhaus














Sämlinge entwickeln sich gut nach der Keimung

Die Aussaat der Rosensamen erfolgt bei mir immer zwischen dem 6. und dem 12. Dezember. Die Saatkisten mit den Aussaaten werden dann bis Ende Februar in die Garage gestellt, wo es kühl und dunkel ist. Danach werden sie wieder ins Treibhaus geholt.

Es ist schön zu beobachten wie die kleinen, buckeligen Sämlinge erscheinen und sich entwickeln. Man kann jeden Tag an ihnen etwas Neues entdecken und jeder Sämling ist anders. Die Entwicklung geht recht schnell voran und meistens erscheinen schon Anfang Mai die ersten Blütenknospen.

Bald darauf öffnen sich die Blüten und präsentieren sich. Es werden täglich mehr, und fast jeden Tag erlebt man Überraschungen, sowohl positive als auch negative. Bis Ende Mai/Anfang Juni hat - bis auf einige Nachzügler - meistens alles gekeimt. Jetzt - also nach der ersten Blüte - werden die guten und gesunden Sämlinge von mir in durchsichtige 0,5 Liter Töpfe (Becher) pikiert (umgepflanzt).

In diesen kann man die Wurzelbildung gut beobachten.


  













Rosenvermehrung durch Stecklinge

Ende April beginne ich im Treibhaus auch mit der Rosenvermehrung durch Stecklinge. Die Rosen, die vermehrt werden sollen, wurden bereits im Herbst ins Treibhaus geholt. Dieses wird den Winter über mit Frostwächter und Heizlüfter frostfrei gehalten und in kalten Nächten hält sich immer noch  eine Temperatur von 0 bis +1 °C. Das setzt voraus, dass das Treibhaus in den Wintermonaten (ab Dezember) mit Noppenfolie eingepackt worden ist. Erst im März wird es wieder ausgepackt.

















Die ersten Sämlinge zeigen sich















Die Rosen im Treibhaus, die für die Stecklingsvermehrung vorgesehen sind,werden so schon sehr schön vorgetrieben, ohne dass man einen großen Heizungsaufwand hat. Im April werden dann Stecklinge von den vorhandenen Rosen abgenommen und in kleine, beheizte Tischtreibhäuser gesteckt (sie stehen im Treibhaus). Sie werden mit Aussaaterde gefüllt (besser noch mit 1/3 Vogelsand gemischt). Die einzelnen Rosensorten werden mit beschrifteten  Stecketiketten gekennzeichnet, so dass man nach ca. 21 bis 25 Tagen weiss, um welche Sorte es sich handelt. Die Tischtreibhäuser werden nach dem Angießen geschlossen und bleiben so mindestens 15 Tage. Die Bodentemperatur wird konstant auf +20 °C gehalten. Nach 15 Tagen kann durch Abnehmen der Oberhaube kurz gelüftet werden. Die zwei kleinen Lüftungsklappen, die in der Oberhaube vorhanden sind, werden jetzt tagsüber geöffnet und nachts geschlossen. Nach zwei bis drei Tagen bleiben die Lüftungsklappen Tag und Nacht offen, so dass die jetzt schon austreibenden Rosenstecklinge abhärten. Nach 21 Tagen kann durch leichtes Anheben der Stecklinge geprüft werden, ob sie gewurzelt haben. Ich verwende inzwischen bei einem dieser Tischtreibhäuser eine durchsichtige Unterschale, in der sich die Erde mit den Stecklingen befindet. So kann man durch Sichtprobe feststellen, ob die Stecklinge gut bewurzelt sind.















Sämlinge und Stecklinge in Ihrer Entwicklung

Die fertig bewurzelten Stecklinge werden nun aus den Tischtreibhäusern genommen und in durchsichtige 0,5 Liter Plastikbecher gepflanzt, die mit TKS 2 Erde gefüllt sind (leicht gedüngte Pflanzerde tut es auch), so dass sie sich gut weiterentwickeln können. Sobald die Stecklinge 7 - 8 cm hoch sind werden sie auf 2 - 3 Augen zurückgeschnitten, damit sich die Stecklinge, die man jetzt schon Rosenpflanzen nennen kann, gut verzweigen. Zwei bis drei Wochen nach dem Umpflanzen, wird mit handelsüblichem Dünger nachgedüngt, aber nur mit der Hälfte, der vom Hersteller angegebenen Menge. Zwischenzeitlich werden die beiden leeren Tischtreibhäuser gereinigt, mit neuer Aussaaterde gefüllt und die Stecklinge der gewünschten Rosenart werden eingepflanzt. In einem Tischtreibhaus kann man, abhängig von der Größe desselben und der jeweiligen Rosensorte, 30 bis 50 Stecklinge oder mehr unterbringen. Sie können sich sicher vorstellen wie viele  Rosen man von April bis September so produzieren kann. . Für mich- in meiner kleinen Puppenküchen-Gärtnerei- sind es viel zu viele!















Kletterrosensämlinge entwickeln sich gut im Treibhaus

Mitte Juli sind die Rosensämlinge meiner Neuzüchtungen schon in der zweiten Blüte, und es muss wieder einmal entschieden werden, welche ich behalte und welche entsorgt werden sollen. Ich kann Ihnen sagen, dass ich das jetzt schon 32 Jahre lang mache und die Entscheidungen fallen mir immer noch sehr schwer. Nachdem die Auslese getroffen wurde, werden alle Sämlinge umgepflanzt, die ich habe. Sie werden jetzt aus den 0,5 Liter Plastikbechern genommen und in 2 Liter Töpfe umgepflanzt. Dann werden sie gedüngt, zurückgeschnitten und ins Freie gestellt. Dort bleiben sie ca. 10 Tage und werden mit Matten beschattet, die je nach Besonnung geöffnet oder geschlossen werden. Außerdem müssen die Containerrosen im Treibhaus und im Freien täglich gegossen werden. Das Unkraut muss entfernt und alles Verblühte muss zurückgeschnitten werden. Sehr wichtig ist der rechtzeitige Pflanzenschutz gegen Rosenkrankheiten und Schädlinge.
















Rosenneuheiten mit der zweiten Blüte im Treibhaus















Sämlimge und verschiedene Andere Rosen im Treibhaus  

Zwischenzeitlich sind auch die stecklingsvermehrten Rosen so weit, dass sie, je nach Sorte, in 2 bis 3 Liter Töpfe umgepflanzt, gedüngt und zurückgeschnitten werden können. Sie werden nun ins Freie gestellt. Auch diese Rosen werden, je nach Sonnenschein, ca. 10 Tage beschattet, was durch Auflegen oder Entfernen der Schattenmatte geschieht. Sie können sich sicher vorstellen was für ein Zeitaufwand es ist, wenn man zusätzlich zur Versorgung des übrigen Gartens auch noch zwischen 300 und 500 Containerrosen zu pflegen hat. Da auch noch gezüchtet und vermehrt,wird ist man täglich von früh bis spät  beschäftigt.

Veredlungen im Außenbereich.















Veredelung im Außenbereich

Ab Juli werden dann Rosensorten, die sich durch Stecklinge schlecht vermehren lassen und Sorten, die auf eigener Wurzel nur schwach wachsen, auf Wildlingsunterlagen (R. Canina,  R. Laxa, usw.)  veredelt/okuliert. Diese Wildlingsunterlagen wurden schon im Frühjahr in Töpfe oder ins Freie gepflanzt. Auch Rosenhochstämme in verschiedenen arianten, deren Wildstämme ebenfalls im Frühjahr in Töpfe gepflanzt wurden, werden zu dieser Zeit veredelt/okuliert und anschließend gepflegt wie die Rosen in den anderen Containern.










Stecklingsvermehrung im Außenbereich

Trotz der Arbeit, die das alles macht, bin ich sehr gerne in meiner Puppenküchen-Gärtnerei. Wenn ich durch meinen Garten gehe und sehe wie alles wächst und blüht, und wenn ich dann in meiner Gartenecke mit meiner kleinen Gärtnerei ankomme und meine kräftigen, gesunden Rosenjungpflanzen mit den vielen schönen Blüten sehe und auch so manche andere Pflanze, die dort ihren Platz hat,   unterhalte ich mich oft mit meinen Pflanzen. Ich lobe sie oder gebe ihnen Zuspruch, so sie ihn brauchen, und freue mich, dass ich unter und bei ihnen bin. Immer wieder führe ich auch die eine oder andere Arbeit durch. Das alles macht mich sehr ruhig und zufrieden und manchmal auch stolz. Meine Frau fragt mich oft, warum ich mir das antue. Sie meint, dass wir doch sowieso keinen Platz mehr haben und es schon genug Arbeit im Garten gibt. Meine Antwort ist immer dieselbe, nämlich dass es mir riesigen Spaß macht.

















Vermehrung im Außenbereich

Oft ist das kleine Treibhaus so vollgepfropft, dass es einfach zu viel ist, und ich werde sofort dafür bestraft. Da die Durchlüftung dann nicht mehr so richtig funktioniert (obwohl alles offen
 ist), breiten sich schnell die Schädlinge und Mehltaupilze aus und da gilt es schnell zu handeln. Also, alles was groß und kräftig genug ist, wird ins Freie gebracht und beschattet, so dass die Durchlüftung im Treibhaus schnell wieder funktioniert. Um die, sich an den Pflanzen anzeigenden Krankheiten und den Schädlingsbefall zu bekämpfen, wird der Pflanzenschutz an den Pflanzen im Treibhaus und auch an den Topfrosen, die ins Freie gestellt wurden, durchgeführt. Sie können sich sicher vorstellen, dass diese Tage bestimmt nicht zu meinen schönsten gehören. . Ich nehme mir zwar immer wieder vor, es in Zukunft anders zu machen, was meistens auch ein bis zwei Jahre gut geht. Bis ich dann wieder - trotz besseren Wissens - das kleine Treibhaus zu voll mache. Aber wer nicht hören will, muss fühlen!











Stecklinge im Treibhaus

Wenn ich mein tägliches Pensum im Garten und im Treibhaus geschafft habe und den Tag in Gedanken noch einmal durchlebe, merke ich erst, wie schön der Tag war und wie müde ich bin.











Im Aussenbereich

Das Schönste an der getanen Arbeit sind die Freude und die Glücksgefühle, die aufkommen, sobald in der Puppenküchen-Gärtnerei die ersten Rosensämlinge, die vermehrten Stecklingsrosen, die veredelten/okulierten Rosen und die Rosenhochstämmchen anfangen zu blühen und sich über Tage hinweg zur Vollblüte steiger








Im Aussenbereich

Da zu diesem Zeitpunkt unser Garten mit seinen Beet-, Strauch- und Kletterrosen, sowie Stauden und Bodendeckern, mit dem kleinen grünen Rahmen des wenigen Rasens, den wir als Wege noch haben, meist ebenfalls zur Vollblüte erwacht, ist eine Steigerung  für uns kaum mehr möglich und entschädigt uns für vieles, was nicht ganz so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben.

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